„Fast 8 Milliarden Menschen doch die Menschlichkeit fehlt“

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„Fast 8 Milliarden Menschen doch die Menschlichkeit fehlt“

Über Persönlichkeit, Chancen und Mitläufer




S
o. Heute gibt es mal ein „neues Format“ meiner Blogposts von mir, da ich denke, dass diese auch gut hierher passen und ich auch auf ein paar Sachen Aufmerksam machen möchte - wie kann man das besser machen als auf einem Blog? Gerne könnt ihr kommentieren, was ihr darüber denkt oder eure eigene Meinung drunter schreiben. Bei diesen Blogposts geht es mir darum, dass man sich mit bestimmten Themen auseinander setzt. Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn ihr euch wirklich die Zeit nehmt diesen Eintrag zu lesen, darüber nachzudenken und zu kommentieren. Dank des Internets könnt ihr das natürlich auch anonym machen ;)

In dem euch bestimmt bekannten Lied von Sido und Andreas Burani „Astronaut“ geht es genau um das gesellschaftliche Thema was ich ansprechen möchte - jedenfalls interpretiere ich es so: Es wird davon geredet, dass man zu lange nicht „geflogen“ wäre, das man Sorgen und Probleme verdränge, „mit einem Lächeln aus Stein“…“wir haben morgen schon vergessen wer wir gestern noch warn“…

„Manchmal haben wir das Gefühl, wir gehören hier nicht her“

„Fast acht Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt“

„(…) der Rest verblasst im Grau - ich hab Zeit und Raum verloren wie ein Astronaut“

Genau aus diesen Gründen höre ich mir das Lied manchmal gerne an - aber manchmal schalte ich auch direkt um, wenn ich den ersten Ton im Radio wiedererkenne: Manchmal will ich mich mit den Problemen des Liedes auseinandersetzen, nachdenken, den Text verstehen und manchmal mache ich genau das, was das Lied beschreibt: mich nicht mit etwas auseinandersetzen sondern es verdrängen oder einfach nicht darauf hören.

Die Trends verändern sich zu jeder Zeit: Mal sind Schlaghosen in und kurze Zeit später können die Hosen nicht eng genug sein. Mal ist die Dauerwelle im Trend, zehn Jahre später werden die Haare lieber glatt und lang getragen. Genau wie die Trends verändern sich auch wir Menschen. Und mir ist aufgefallen, dass Viele nicht zu ihrer Meinung stehen und sich wie die Modetrends je nach Gesprächspartner verändern oder beeinflussen lassen. Ich will damit aber nicht sagen, dass das immer gleich schlecht ist.

Ich möchte darauf eingehen, dass es durch die Vernetzung über Whats App, Facebook und Co. immer schwerer wird persönlich auf Menschen zuzugehen und sich eine eigene Meinung über sie zu bilden. Ich will keinesfalls die „alten Zeiten“ ohne Smartphones und sozialen Netzwerken loben - die ich nur aus Erzählungen meiner Eltern kenne - aber eine Zeit ohne Whats App als dauerhaften Erreichbarkeitspunkt hört sich für mich manchmal schon sehr verlockend an.
Wenn man mit einer Person reden wollen würde, müsste man sie persönlich treffen oder anrufen - das wäre doch oft viel besser als ihr „eben“ eine Nachricht zu schreiben.

Wenn man heutzutage eine neue Person kennenlernt kann man sofort auf den verschiedensten Seiten eine Menge über sie herausfinden - jedenfalls glauben wir das. Durch die oft synchrone und sehr schnelle Kommunikation durch die Medien kommen wir schnell zu vielen Informationen, Gerüchte verbreiten sich manchmal lawinenartig und es wird natürlich auch viel gelästert oder falsche Informationen in den Umlauf gebracht.

Die meisten von uns haben oft schon ein festes Meinungsbild über Personen, die sie noch nie persönlich kennengelernt haben, weil man beispielweise einmal eine negative Sache mitbekommen hat. Oft sind die Chancen schon verspielt bevor man überhaupt eine hatte.

Genau deswegen will ich euch zum nachdenken bringen.

       Habt ihr vielleicht über Personen, die ihr noch gar nicht kennt, eine negative Meinung,
       nur weil ihr Geschichten über sie gehört habt?

Ich will gar nicht abstreiten, dass es sehr nützlich und auch interessant ist, manchmal Dinge über Personen zu erfahren, bevor man sie persönlich kennenlernt. Das gehört nunmal zum täglichen Tratsch den man sich zu erzählen hat dazu. Oft kann man neue Leute dadurch auch vorerst besser einschätzen.

Aber ich möchte an euch „appellieren", das gleiche zu versuchen was ich auch versuche: 
Menschen selbst kennenzulernen um sich daraufhin ein eigenes Urteil zu bilden.
Neue Chancen geben, weil jeder Fehler macht.
Nicht gleich alles glauben, was erzählt wird.

Und, was ich am wichtigsten finde:

Achtet darauf, wie ihr über andere Menschen redet. Über Freunde, Bekannte oder Fremde. Lasst euch nicht in Gesprächen von anderen derart beeinflussen das ihr eure Haltung gegenüber einer Person die ihr kennt anders darstellt, nur weil sie vielleicht von Anderen nicht gemocht wird: Wenn die Person zu euch nett ist und wenn ihr gerne mit ihr befreundet seid, dann habt den Mut das auch vor Leuten zu sagen, die die Person - aus welchen Gründen auch immer - nicht mögen.

Ich finde es ist besser zu seinen Freunden und - falls ihr welche habt - Feinden zu stehen als zu versuchen jeden je nach Gesprächspartner zu mögen oder zu hassen. Also traut euch eure Meinung zu vertreten und lasst euch nicht immer auf die Meinungen anderer ein. Macht selbst Erfahrungen und „vergesst nicht wer ihr gestern wart“ und zu welchen Leuten ihr steht. Traut euch zu eurer Persönlichkeit zu stehen auch wenn das in manchen Situationen schwer erscheint. Versucht euch nicht zu verstellen, denn die eigene Persönlichkeit ist das, was einen ausmacht und was einen Menschen erst einzigartig und interessant macht. 
Traut euch, euch selbst zu sein. 

Xoxo, Sophia

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1 Kommentare

  1. Ich kann mich dir nur anschließen, liebe Sophia! :)
    Auch ich möchte die sozialen Netzwerke nicht mehr missen, jedoch mich nicht von diesen abhängig machen. Kennst du das Lied "kurz für immer bleiben" von SDP? Ich finde, dass passt auch ganz gut, zu ein paar deiner Aspekten(:
    Tolles Format, weiter so!<<3

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